Islam verstehen

Kapitel 10Vom Morgen bis zur Nacht

Islamischer Lebensstil – der Alltag mit Koran und Sunnah

Der Islam ist keine Religion für die Moschee allein – er begleitet dich vom ersten Gedanken am Morgen bis zum letzten vor dem Schlafen: beim Essen und beim Arbeiten, in der Familie, beim Sport, auf Reisen und sogar am Handy. In diesem Kapitel gehen wir gemeinsam durch einen ganz normalen Tag und durch die großen Bereiche des Lebens. Du findest kleine, machbare Schritte aus dem Koran und der Sunnah des Propheten ﷺ – keine Last, sondern Anker, an denen sich dein Alltag festhalten kann.

22 Min. Lesezeit

5
Gebete am Tag – die Anker deines Alltags
2:275
Allah hat den Handel erlaubt und Riba verboten
7:31
„Esst und trinkt, aber seid nicht maßlos“
3559
al-Bukhari: Die Besten unter euch sind die mit dem besten Charakter

Ein Tag mit der Sunnah

Beginnen wir mit einem ganz normalen Tag – vom Aufwachen bis zum Einschlafen.

Beim Aufwachen: der erste Gedanke gehört Allah

Bevor du nach dem Handy greifst, sprich die Worte, mit denen der Prophet ﷺ den Tag begann: „Alles Lob gebührt Allah, der uns zum Leben erweckt hat, nachdem Er uns hat sterben lassen, und zu Ihm ist die Auferstehung“ (al-Bukhari, überliefert von Hudhaifa). Der Schlaf ist wie ein kleiner Tod, jedes Erwachen ein geschenkter neuer Tag.

Fajr und die Morgen-Adhkar

In den Emiraten hörst du den Ruf zum Fajr in der Dämmerung, wenn die Stadt gerade erst erwacht. Das Aufstehen fällt nicht immer leicht – der Prophet ﷺ sagte, der Satan knüpfe jedem von uns im Schlaf drei Knoten in den Nacken: Wer aufwacht und Allahs gedenkt, löst einen, wer das Wudu macht, den zweiten, wer betet, den dritten – und er steht frisch und gut gelaunt auf (al-Bukhari und Muslim).

Danach kommen die Morgen-Adhkar, die Worte des Gedenkens am Morgen:

  • Ayat al-Kursi Koran 2:255: „Allah – es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen.“ Der Prophet ﷺ nannte sie den größten Vers im Buch Allahs (Ubayy ibn Ka'b, Muslim).
  • Die letzten drei Suren – al-Ikhlas, al-Falaq, an-Nas (Koran 112–114). Es wird überliefert, dass der Prophet ﷺ riet, sie morgens und abends je dreimal zu sprechen (Abu Dawud, at-Tirmidhi).

Texte mit Übersetzung findest du bei unseren Duas.

Die Absicht: aus Arbeit wird Gottesdienst

Umar ibn al-Khattab berichtet, dass der Prophet ﷺ sagte: „Die Taten gelten nur nach den Absichten, und jedem steht nur das zu, was er beabsichtigt hat“ (al-Bukhari und Muslim). Ob du lernst, E-Mails schreibst, Patienten behandelst oder Kinder zur Schule bringst: Erneuere die Absicht – „Ich tue das ehrlich, um meine Familie zu versorgen, anderen zu nützen und Allah zu gefallen“ –, und aus einer Gewohnheit wird eine Tat, für die du Lohn erhoffen darfst. Die Niyyah sitzt im Herzen; ein stiller Gedanke am Beginn des Arbeitstages genügt.

Die fünf Gebete: Anker deines Tages

Das Gebet ist den Gläubigen zu bestimmten Zeiten vorgeschrieben
Koran 4:103

Fajr, Dhuhr, Asr, Maghrib und Ischa gliedern den Tag in fünf Abschnitte, und jedes Gebet holt dich aus dem, was du gerade tust, zu Allah zurück. Der Prophet ﷺ verglich sie mit einem Fluss vor deiner Tür, in dem du jeden Tag fünfmal badest: Bliebe da noch Schmutz an dir? (al-Bukhari und Muslim).

Mach die Zeiten sichtbar: Schau morgens in unsere Gebetszeiten für deinen Ort und lege Termine darum herum. Fällt dir das regelmäßige Beten noch schwer, geh Schritt für Schritt und such dir Hilfe: einen Freund, die Moschee, eine feste Routine. Wie das Gebet Schritt für Schritt geht, übst du in unserem Gebetstrainer Salah.

Jeden Tag ein wenig Koran

Und rezitiere den Koran in aller Ruhe“ Koran 73:4. Der Prophet ﷺ sagte: „Die Besten unter euch sind die, die den Koran lernen und lehren
Uthman, al-Bukhari

Und wer noch stockt, hat sogar zwei Belohnungen, weil er sich abmüht (Aischa, al-Bukhari und Muslim). Mach daraus eine Gewohnheit, die zu deinem Tag passt: eine Seite nach dem Fajr, einige Verse in der Mittagspause, zehn Minuten Hören in der Metro. Mit dem Khatm-Planer verteilst du eine ganze Lesung auf feste Tagesportionen, mit dem Memorierplan lernst du Monat für Monat auswendig, und mit der Shams-Methode behältst du Verse in kleinen Schritten.

Dhikr zwischendurch

Im Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe
Koran 13:28

Das Dhikr braucht keinen besonderen Ort: unterwegs, an der Ampel, beim Warten. Die liebsten Worte bei Allah sind Subhanallah, Alhamdulillah, La ilaha illallah und Allahu akbar (Muslim).

Der Abend und der Schlaf

Am Abend wiederholst du die Adhkar des Morgens. Vor dem Schlafen kommt dazu:

  • Wudu und die rechte Seite. Der Prophet ﷺ sagte zu al-Bara' ibn Azib: „Wenn du dich zu Bett legst, mach das Wudu wie für das Gebet, leg dich auf deine rechte Seite und sprich: ‚O Allah, ich habe mich Dir ergeben und mein Anliegen Dir anvertraut … Ich glaube an Dein Buch, das Du herabgesandt hast, und an Deinen Propheten, den Du gesandt hast.‘ … Und lass dies das Letzte sein, was du sagst“ (al-Bukhari und Muslim).
  • Die letzten drei Suren. Jede Nacht blies der Prophet ﷺ in seine Hände, sprach al-Ikhlas, al-Falaq und an-Nas und strich damit über seinen Körper – dreimal (Aischa, al-Bukhari und Muslim).
  • Ayat al-Kursi und al-Baqara. Wer Ayat al-Kursi vor dem Schlafen liest, hat einen Wächter von Allah bei sich (Abu Huraira, al-Bukhari); und die letzten zwei Verse von al-Baqara Koran 2:285–286 genügen dem, der sie in der Nacht liest (al-Bukhari und Muslim).
  • Sure al-Mulk. Es wird überliefert, dass der Prophet ﷺ nicht schlief, ohne as-Sadschda und al-Mulk gelesen zu haben (at-Tirmidhi).

Muhasaba: der ehrliche Blick zurück

O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah, und jede Seele soll schauen, was sie für morgen vorausgeschickt hat
Koran 59:18

Von Umar ibn al-Khattab wird der Ausspruch überliefert: „Rechnet mit euch selbst ab, bevor mit euch abgerechnet wird.“ Die Muhasaba ist kein Grübeln, sondern ein ruhiger Blick vor dem Schlafen: Wofür bin ich dankbar? Was habe ich versäumt – ein Gebet, ein hartes Wort? Dann bitte um Vergebung, etwa mit dem Sayyid al-Istighfar: „Allahumma anta rabbi la ilaha illa anta, khalaqtani wa ana 'abduka …“ (al-Bukhari). Und Allah sagt: „Gewiss, die guten Taten vertreiben die schlechten“ Koran 11:114.

Reinheit: Wudu und Sauberkeit

Allah liebt die, die bereuen, und Er liebt die, die sich reinigen
Koran 2:222

Der Prophet ﷺ sagte: „Die Reinheit ist die Hälfte des Glaubens“ (Muslim). Das Wudu ist mehr als Wasser auf der Haut: eine kleine Pause mitten im Tag, in der du Staub, Ärger und Eile abwäschst. Wer sorgfältig Wudu macht und dann zwei Gebetseinheiten ohne abschweifende Gedanken betet, dem werden seine früheren Sünden vergeben (Uthman, al-Bukhari und Muslim). Wie das Wudu Schritt für Schritt geht, zeigt dir unsere Seite Wudu.

Sauberkeit reicht über das Wudu hinaus. Der Prophet ﷺ sagte: „Allah ist schön und liebt die Schönheit“ (Muslim) – als jemand fragte, ob es Hochmut sei, schöne Kleidung und Schuhe zu mögen. Er sagte auch: Wäre es für seine Gemeinde nicht zu schwer, hätte er ihnen den Miswak vor jedem Gebet befohlen (al-Bukhari und Muslim). Nägel schneiden, den Schnurrbart kürzen und weitere Körperpflege zählt er zur Fitra, der natürlichen Veranlagung des Menschen (al-Bukhari und Muslim). Saubere Kleidung, ein gepflegtes Zuhause und ein angenehmer Duft gehören zu einem Muslim, der anderen begegnet.

Halal essen und trinken

Was halal ist

O ihr Menschen, esst von dem, was es auf der Erde gibt, als erlaubt und gut
Koran 2:168

Im Grundsatz ist Essen erlaubt (halal); verboten ist nur, was ausdrücklich genannt wird: „Verboten hat Er euch nur Verendetes, Blut, Schweinefleisch und das, worüber ein anderer (Name) als Allah angerufen worden ist. Wer aber gezwungen ist, ohne zu begehren und ohne das Maß zu überschreiten, für den ist es keine Sünde“ (Koran 2:173; ausführlicher 5:3). Ebenso klar ist das Verbot von Rauschmitteln: „O ihr, die ihr glaubt, berauschender Trank, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind nur ein Gräuel vom Werk des Satans. So meidet es“ Koran 5:90.

Bei einigen Fragen gehen die Gelehrten auseinander, und es ist gut, das zu wissen:

  • Meerestiere: „Erlaubt ist euch der Fang des Meeres und seine Nahrung“ Koran 5:96. Die meisten Gelehrten erlauben deshalb alle Meerestiere; die hanafitische Schule nur Fisch, die dschafaritische Schule Fisch mit Schuppen und Garnelen.
  • Fleisch: Wie geschlachtet werden muss, ob das Fleisch der Leute der Schrift Koran 5:5 heute überall erlaubt ist und wie die Betäubung zu bewerten ist, beurteilen Rechtsschulen und Gelehrte unterschiedlich.
  • Zusatzstoffe: Bei Gelatine, Aromen mit Alkohol oder bestimmten Emulgatoren gibt es ebenfalls verschiedene Ansichten.

Im Zweifel hilft ein verlässliches Halal-Siegel – oder die Frage an einen Gelehrten deiner Rechtsschule. In den Emiraten machen es dir die Regeln leicht: Fleisch wird nach nationalen Halal-Standards geprüft, Schweinefleisch gibt es nur in eigens gekennzeichneten Abteilungen, und Alkohol nur in lizenzierten Bereichen.

Essen mit Anstand

Umar ibn Abi Salama war ein Junge im Haus des Propheten ﷺ, und seine Hand wanderte über die ganze Schüssel. Der Prophet ﷺ sagte zu ihm: „Junge, nenne den Namen Allahs, iss mit deiner Rechten und iss von dem, was dir am nächsten ist“ (al-Bukhari und Muslim). Also: Bismillah vorher, die rechte Hand, von dem essen, was vor dir steht. Danach Alhamdulillah, denn Allah ist mit dem Diener zufrieden, der einen Bissen isst und Ihn dafür preist (Muslim).

Maß halten

Und esst und trinkt, aber seid nicht maßlos. Er liebt die Maßlosen nicht
Koran 7:31

Es wird überliefert, dass der Prophet ﷺ empfahl, den Magen zu einem Drittel mit Essen, zu einem Drittel mit Trinken und zu einem Drittel mit Atem zu füllen (at-Tirmidhi). Halte Maß, verschwende nichts und teile lieber, was übrig bleibt – gerade bei großen Einladungen und Buffets.

Halal verdienen

O ihr, die ihr glaubt, verzehrt nicht untereinander euren Besitz auf nichtige Weise, es sei denn, es ist ein Handel in gegenseitigem Einvernehmen
Koran 4:29

Der Prophet ﷺ sagte: „Allah ist gut und nimmt nur Gutes an“ (Muslim) – und erzählte im selben Zusammenhang von einem Mann, dessen Bittgebet nicht erhört wird, weil er sich von Unerlaubtem ernährt. Halal verdientes Geld ist darum kein Detail, sondern die Grundlage für ein gesegnetes Leben.

Ehrlich im Handel

Dubai ist eine Stadt des Handels, und der Koran spricht klar über Geschäfte: „Gebt volles Maß, wenn ihr messt, und wiegt mit der richtigen Waage“ Koran 17:35. Der Prophet ﷺ sagte: Sind Käufer und Verkäufer ehrlich und legen alles offen, wird ihr Geschäft gesegnet; verschweigen sie und lügen, wird der Segen getilgt (al-Bukhari und Muslim). Und: „Wer uns betrügt, gehört nicht zu uns“ (Muslim). Gib Anvertrautes zurück Koran 4:58, halte Verträge ein und schreib Schulden auf Koran 2:282.

Riba meiden: Grundlagen des Islamic Finance

Allah hat den Handel erlaubt und Riba verboten
Koran 2:275

Riba meint vor allem den Zins auf Darlehen: Geld, das ohne echte Gegenleistung und ohne geteiltes Risiko mehr Geld verlangt. Der Koran ruft dazu auf, ausstehenden Riba aufzugeben Koran 2:278–279, und der Prophet ﷺ verfluchte den, der Riba nimmt, den, der ihn gibt, den, der ihn aufschreibt, und die beiden Zeugen (Muslim). Ebenso verbot er Geschäfte mit übermäßiger Ungewissheit, Gharar (Muslim), und der Koran verbietet das Glücksspiel, Maysir Koran 5:90.

Daraus ist das islamische Finanzwesen entstanden. Seine Grundidee: Gewinn ist erlaubt, wenn er aus echtem Handel, echter Leistung oder geteiltem Risiko entsteht. Bekannte Formen sind:

  • Murabaha: Die Bank kauft eine Ware und verkauft sie dir mit offen genanntem Aufschlag, oft in Raten.
  • Ijara: Die Bank kauft etwa ein Auto oder eine Wohnung und vermietet es dir, bis es dir am Ende gehört.
  • Musharaka und Mudaraba: Partnerschaften, in denen Gewinn und Verlust geteilt werden.
  • Takaful: eine Versicherung auf Gegenseitigkeit, in der sich die Teilnehmenden gegenseitig absichern.
  • Sukuk: Anlagen, die an reale Werte gebunden sind, statt an Zinsen.

In den Emiraten wurde 1975 die Dubai Islamic Bank gegründet, eine der ersten islamischen Geschäftsbanken der Welt; heute bieten viele Banken im Land islamische Konten, Finanzierungen und Takaful an. Ob ein bestimmtes Produkt wirklich frei von Riba ist, beurteilen die Gelehrten nicht immer gleich – auch für Muslime in Ländern ohne islamische Angebote, etwa beim Hauskauf, haben Gelehrtenräte unterschiedliche Antworten gegeben. Für Einzelheiten frag einen qualifizierten Gelehrten oder den Scharia-Ausschuss deiner Bank. Was du mit deinem Vermögen sonst schuldest, erklärt das Kapitel Zakat; mehr über die Rechtsschulen im Kapitel Die Rechtsschulen.

Arbeitsethik und Itqan

Der Prophet ﷺ sagte: „Niemand hat je bessere Speise gegessen als die, die er von der Arbeit seiner eigenen Hände isst; und der Prophet Allahs Dawud aß von der Arbeit seiner Hände“ (al-Bukhari). Und: „Allah hat vorgeschrieben, alles auf vortreffliche Weise (mit Ihsan) zu tun“ (Muslim). Es wird überliefert, dass er sagte: „Allah liebt es, wenn einer von euch eine Arbeit tut, dass er sie gründlich (mit Itqan) tut“ (al-Baihaqi).

Itqan heißt: sorgfältig, gewissenhaft, bis zum Ende. Das gilt im Büro, wo Menschen aus weit über hundert Ländern zusammenarbeiten, genauso wie zu Hause:

  • Sei pünktlich und halte dein Wort.
  • Mach deine Arbeit gut, auch wenn niemand hinschaut.
  • Nutze die Arbeitszeit für die Arbeit – das ist Teil der Ehrlichkeit.
  • Wenn du Verantwortung für andere trägst: Es wird überliefert, dass der Prophet ﷺ sagte, man solle dem Arbeiter seinen Lohn geben, bevor sein Schweiß trocknet (Ibn Madscha).

Familie, Eltern und Nachbarn

Die Eltern

Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr nur Ihm dienen sollt und dass ihr zu den Eltern gütig sein sollt. Wenn eines von ihnen oder beide bei dir das Alter erreichen, so sag nicht ‚Pfui‘ zu ihnen und fahre sie nicht an, sondern sprich zu ihnen ehrerbietige Worte. Und senke für sie aus Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sag: ‚Mein Herr, erbarme Dich ihrer, so wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein war‘
Koran 17:23–24

Auf die Frage, wer den größten Anspruch auf gute Begleitung habe, antwortete der Prophet ﷺ: „Deine Mutter“ – dreimal –, „dann dein Vater“ (al-Bukhari und Muslim). Viele von uns leben weit weg von ihren Eltern: Ein Anruf und ein Bittgebet für sie sind ebenfalls Güte.

Ehe und Kinder

Und es gehört zu Seinen Zeichen, dass Er euch aus euch selbst Partner erschaffen hat, damit ihr bei ihnen Ruhe findet; und Er hat zwischen euch Zuneigung und Barmherzigkeit gesetzt
Koran 30:21

Es wird überliefert, dass der Prophet ﷺ sagte: „Der Beste unter euch ist der, der am besten zu seiner Familie ist, und ich bin der Beste unter euch zu meiner Familie“ (at-Tirmidhi). Aischa berichtet, dass er im Haushalt mithalf und zum Gebet aufstand, sobald gerufen wurde (al-Bukhari).

Für Kinder gilt: „Jeder von euch ist ein Hirte, und jeder ist verantwortlich für seine Herde“ (al-Bukhari und Muslim). Zeit, Geduld und ein gutes Vorbild prägen sie mehr als jede Predigt.

Verwandte

Wer möchte, dass ihm sein Lebensunterhalt erweitert und sein Leben verlängert wird, der soll die Verwandtschaftsbande pflegen
al-Bukhari und Muslim

Ein Besuch, eine Nachricht, eine Einladung zum Essen – die Bande der Familie wollen gepflegt werden, auch über Ländergrenzen hinweg.

Nachbarn und Gäste

Allah gebietet Güte „zum Nachbarn, der (euch) nahesteht, und zum Nachbarn, der (euch) fernsteht“ Koran 4:36. Der Prophet ﷺ sagte, Dschibril habe ihm die Nachbarn so oft ans Herz gelegt, dass er dachte, er werde sie zu Erben machen (al-Bukhari und Muslim). Und: „Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, der ehre seinen Gast“ (al-Bukhari und Muslim). Auch im Hochhaus lässt sich das leben: grüßen, leise sein, im Ramadan einen Teller vor die Tür stellen, Kranke besuchen – „Speist den Hungrigen, besucht den Kranken und befreit den Gefangenen“ (al-Bukhari). Bei uns in den Emiraten stehen für Gäste Datteln und arabischer Kaffee bereit, bevor jemand fragt – Gastfreundschaft ist Sunnah, auch mit wenig.

Guter Charakter und Schamhaftigkeit

Der beste Charakter

Allah sagt über Seinen Propheten ﷺ: „Und du bist wahrlich von großartiger Wesensart“ Koran 68:4. Der Prophet ﷺ selbst sagte: „Die Besten unter euch sind die mit dem besten Charakter“ (al-Bukhari 3559). Guter Charakter zeigt sich im Kleinen:

  • Rede nicht schlecht über Abwesende Koran 49:12: „Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, der soll Gutes sagen oder schweigen“ (al-Bukhari und Muslim).
  • Begegne Menschen mit einem freundlichen Gesicht: „Verachte nichts Gutes, und sei es, dass du deinen Bruder mit heiterem Gesicht triffst“ (Muslim).
  • Sei geduldig, vergib schnell und halte deine Versprechen.

Haya' – Schamhaftigkeit und Anstand

Der Prophet ﷺ sagte: „Die Schamhaftigkeit (Haya') ist ein Zweig des Glaubens“ und: „Die Schamhaftigkeit bringt nichts als Gutes“ (beides al-Bukhari und Muslim). Haya' ist ein feines Gespür dafür, was sich gehört – vor Allah und vor den Menschen. Der Koran richtet sich dabei zuerst an die Männer: „Sag zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten“ Koran 24:30, dann an die Frauen: „Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten“ Koran 24:31.

Zur Bescheidenheit gehören zurückhaltende Kleidung für Männer und Frauen, ein respektvoller Umgang miteinander und Worte ohne Anzüglichkeit. Wie weit die Bekleidung im Einzelnen reichen muss, beurteilen die Gelehrten nicht in jedem Punkt gleich. Wichtig ist: Haya' beginnt im Herzen – und es zeigt sich auch darin, andere nicht für ihre Kleidung bloßzustellen.

Der Gruß des Friedens

As-salamu alaikum – „Friede sei mit euch“ – ist ein Gebet für den anderen. Allah sagt: „Wenn ihr mit einem Gruß gegrüßt werdet, dann grüßt mit einem schöneren oder erwidert ihn“ Koran 4:86. Der Prophet ﷺ lehrte, dass der Salam die Liebe unter den Gläubigen wachsen lässt: „Verbreitet den Salam unter euch“ (Muslim). Im Aufzug, an der Rezeption: Ein Lächeln und ein Gruß kosten nichts. Mit Menschen anderer Religionen sprichst du freundlich, in Worten, die für beide passen: „Sprecht zu den Menschen Gutes“ Koran 2:83.

Gesundheit und Sport

Dein Körper ist dir anvertraut. Der Prophet ﷺ sagte: „Der starke Gläubige ist besser und Allah lieber als der schwache Gläubige, und in beiden ist Gutes“ (Muslim). Zu einem Gefährten, der Tag und Nacht betete und fastete, sagte er: „Dein Körper hat ein Recht auf dich“ (al-Bukhari). Und: „Zwei Gaben gibt es, bei denen viele Menschen sich selbst betrügen: die Gesundheit und die freie Zeit“ (al-Bukhari). Der Koran mahnt: „und stürzt euch nicht mit eigener Hand ins Verderben“ Koran 2:195.

Praktisch heißt das:

  • Bewegung: Aischa berichtet, dass sie mit dem Propheten ﷺ um die Wette lief (Abu Dawud). Spaziergänge, Schwimmen, Radfahren oder Sport im Verein – alles, was dich gesund hält, kann mit guter Absicht Gottesdienst sein. In den Emiraten laden Strandpromenaden, Parks und Radwege dazu ein; im Sommer bewegst du dich am besten früh morgens oder abends.
  • Schlaf: Früh schlafen und früh aufstehen passt zum Rhythmus der Gebete.
  • Essen: Maß halten Koran 7:31, viel Wasser, wenig Verschwendung.
  • Seele: Gebet, Dhikr und Gespräche mit Menschen, denen du vertraust, sind auch Pflege für die Seele. Wer seelisch leidet, darf und soll sich Hilfe holen – auch bei Fachleuten.

Umwelt, Tiere und Verschwendung

Die Erde ist uns anvertraut: „Stiftet kein Unheil auf der Erde, nachdem sie in Ordnung gebracht worden ist“ Koran 7:56. Und über Verschwendung sagt der Koran deutlich: „und sei nicht verschwenderisch. Gewiss, die Verschwender sind Brüder der Satane“ Koran 17:26–27. „Esst und trinkt, aber seid nicht maßlos“ Koran 7:31 gilt für Essen genauso wie für Wasser, Strom und Kleidung. Der Prophet ﷺ machte das Wudu mit einem Mudd Wasser, etwa einer doppelten Handvoll (Anas, al-Bukhari und Muslim) – eine gute Erinnerung in einem Land, dessen Trinkwasser zu einem großen Teil entsalzt wird.

Wenn ein Muslim einen Baum pflanzt und ein Mensch oder ein Tier davon isst, ist es für ihn eine Sadaqa (al-Bukhari und Muslim). Und selbst das Entfernen von etwas Schädlichem vom Weg nennt der Prophet ﷺ einen Zweig des Glaubens (Muslim) – Müll aufheben, statt vorbeizugehen, gehört also dazu.

Es gibt kein Tier auf der Erde und keinen Vogel, der mit seinen Schwingen fliegt, die nicht Gemeinschaften wären wie ihr
Koran 6:38

Der Prophet ﷺ erzählte von einem Mann, dem Allah vergab, weil er einen durstigen Hund tränkte, und sagte: „In jedem Lebewesen liegt Lohn“ (al-Bukhari und Muslim). Viele Menschen in den Emiraten stellen im Sommer Wasserschalen für Katzen und Vögel auf – eine schöne kleine Sunnah.

Social Media und das Handy

Das Handy ist ein Werkzeug – es kann dich näher zu Allah bringen oder viel Zeit verschlingen. Der Koran gibt dafür erstaunlich aktuelle Regeln:

  • Erst prüfen, dann teilen: „O ihr, die ihr glaubt, wenn ein Frevler mit einer Nachricht zu euch kommt, dann prüft sie genau nach, damit ihr nicht Leuten in Unwissenheit Schaden zufügt und dann über das, was ihr getan habt, Reue empfindet“ Koran 49:6. Der Prophet ﷺ sagte: „Es genügt einem Menschen als Lüge, alles weiterzuerzählen, was er hört“ (Muslim).
  • Kein Spott, keine üble Nachrede: „Die einen sollen nicht über die anderen spotten; vielleicht sind diese ja besser als jene“ Koran 49:11 – und: „spioniert nicht und führt nicht üble Nachrede übereinander“ Koran 49:12. Das gilt für Kommentare genauso wie für Gespräche.
  • Nichts ohne Wissen: „Und verfolge nicht das, wovon du kein Wissen hast“ Koran 17:36. Gerade bei religiösen Fragen: lieber einen Gelehrten fragen als einem viralen Video glauben.
  • Deine Hand und deine Tastatur: „Der Muslim ist der, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind“ (al-Bukhari und Muslim). Heute gehört die Tastatur dazu.
  • Das Unnötige lassen: Es wird überliefert, dass der Prophet ﷺ sagte: „Zum guten Islam eines Menschen gehört, dass er lässt, was ihn nicht angeht“ (at-Tirmidhi).

Ein paar praktische Gewohnheiten: Leg das Handy beim Gebet und beim Essen weg, mach keine Fotos von Menschen ohne ihre Erlaubnis, teile Gutes – einen Vers, ein Bittgebet, eine hilfreiche Information – und setze dir feste Zeiten ohne Bildschirm. In den Emiraten sind auch die Gesetze hier deutlich: Wer Gerüchte verbreitet oder Bilder anderer ohne Erlaubnis veröffentlicht, kann sich strafbar machen.

Unterwegs: Reisen mit dem Islam

Wenn der Prophet ﷺ auf ein Reittier stieg, sprach er dreimal Allahu akbar und dann (Muslim): „Preis sei Dem, der uns dies dienstbar gemacht hat, während wir dazu nicht imstande gewesen wären. Und wir werden ganz gewiss zu unserem Herrn zurückkehren“ Koran 43:13–14. Ein schönes Gebet für das Auto, das Flugzeug und die Metro.

Der Islam macht das Reisen leicht:

  • Das Gebet kürzen: „Und wenn ihr im Land umherreist, so ist es keine Sünde für euch, das Gebet zu kürzen“ Koran 4:101. Der Prophet ﷺ nannte diese Erleichterung eine Gabe, die Allah euch gegeben hat – „so nehmt Seine Gabe an“ (Muslim). Ab welcher Entfernung man kürzt und ob man Gebete zusammenlegen darf, beurteilen die Rechtsschulen unterschiedlich; die hanafitische Schule ist beim Zusammenlegen am zurückhaltendsten, die dschafaritische Schule erlaubt es auch außerhalb von Reisen.
  • Fasten: Reisende dürfen im Ramadan das Fasten brechen und es später nachholen Koran 2:184.
  • Bittgebete: Es wird überliefert, dass das Bittgebet des Reisenden erhört wird (Abu Dawud, at-Tirmidhi).
  • Gebetszeiten und Qibla: Unsere Gebetszeiten zeigen dir die Zeiten für jeden Ort; an den Flughäfen der Emirate gibt es Gebetsräume.

Und unterwegs gilt der gute Charakter erst recht: geduldig in der Schlange, freundlich zu Personal und Mitreisenden, respektvoll gegenüber den Gesetzen und Bräuchen des Gastlandes.

Der Freitag

O ihr, die ihr glaubt, wenn am Freitag zum Gebet gerufen wird, dann eilt zum Gedenken Allahs und lasst das Geschäft
Koran 62:9

Die Arbeit ruht – und danach heißt es: „Breitet euch auf der Erde aus und trachtet nach Allahs Huld“ Koran 62:10. Der Prophet ﷺ nannte den Freitag den besten Tag, an dem die Sonne aufgeht (Muslim). Dein Freitag kann so aussehen:

  • Ghusl, Pflege und früh gehen. Der Prophet ﷺ betonte das Ghusl am Freitag (al-Bukhari und Muslim). Wer sich reinigt, Duft anlegt, zur Moschee geht und still zuhört, dem wird zwischen diesem und dem nächsten Freitag vergeben (Salman, al-Bukhari). Wer früh kommt, erhält mehr Lohn als der, der spät kommt (al-Bukhari und Muslim).
  • Sure al-Kahf. Es wird überliefert (al-Hakim, al-Baihaqi), dass dem, der am Freitag die Sure al-Kahf liest, ein Licht zwischen den beiden Freitagen leuchtet. Gelehrte bewerten die Überlieferungen unterschiedlich; die Lesung ist weit verbreitet. Die Sure hat 110 Verse, etwa zwölf Seiten.
  • Bittgebet. Am Freitag gibt es eine Stunde, in der Allah dem betenden Diener gibt, worum er bittet (al-Bukhari und Muslim).

Mehr über den Freitag und die anderen besonderen Tage im Kapitel Die wichtigen Tage des islamischen Jahres.

Leben in den Emiraten: Vieles wird leichter

Wer in den Emiraten lebt, merkt schnell, wie sehr der Alltag hier einen islamischen Lebensstil unterstützt:

  • Moscheen und Gebetsräume gibt es in fast jedem Viertel, in Einkaufszentren, Büros, an Tankstellen und Flughäfen; der Gebetsruf gliedert den Tag hörbar.
  • Halal ist der Normalfall: Restaurants und Supermärkte bieten fast ausschließlich Halal-Essen an.
  • Der Freitag hat seinen festen Platz: Seit 2022 ist das Wochenende Samstag und Sonntag, und der Freitag ist für viele ein kürzerer Arbeitstag mit Zeit für das Freitagsgebet.
  • Ramadan wird mit verkürzten Arbeitszeiten und gemeinsamen Iftars im ganzen Land gelebt (Ramadan und das Fasten).
  • Islamische Finanzangebote – Konten, Finanzierungen, Takaful – sind bei vielen Banken selbstverständlich.
  • Zakat und Spenden lassen sich über offizielle Stellen wie den Zakat-Fonds und anerkannte Wohltätigkeitsorganisationen sicher geben.
  • Fragen stellen: Offizielle Fatwa-Stellen beantworten religiöse Fragen, und viele Moscheen und Koranzentren bieten Unterricht an.
  • Zusammenleben: Menschen aus über 200 Nationen und vielen Religionen leben hier respektvoll miteinander – ganz im Sinne von „Sprecht zu den Menschen Gutes“ Koran 2:83.

Mehr über das Land und seine Haltung zum Glauben findest du im Kapitel über die Emirate.

Die Checkliste für den Tag

Eine einfache Liste, kein Zwang – du musst nicht alles an einem Tag schaffen:

  1. Beim Aufwachen danken, Wudu machen.
  2. Fajr beten, dann die Morgen-Adhkar.
  3. Die Absicht für den Tag erneuern.
  4. Die fünf Gebete zu ihrer Zeit beten.
  5. Ehrlich und sorgfältig arbeiten, halal verdienen.
  6. Mit Bismillah und der rechten Hand essen, nichts verschwenden.
  7. Eine Seite Koran lesen oder hören.
  8. Zwischendurch Dhikr und Istighfar.
  9. Etwas Gutes für Eltern, Familie oder Nachbarn tun.
  10. Sich bewegen und dem Körper sein Recht geben.
  11. Vor dem Teilen prüfen – und das Handy beim Gebet und Essen weglegen.
  12. Abends Adhkar, Wudu, rechte Seite, Schlafgebet.
  13. Muhasaba: danken, bereuen, vornehmen.

Am Freitag: Ghusl, früh zur Moschee, Sure al-Kahf, Bittgebet.

Klein, aber beständig

Aischa berichtet, dass der Prophet ﷺ sagte: „Die liebsten Taten bei Allah sind die beständigsten, auch wenn sie wenig sind“ (al-Bukhari und Muslim). Und: „Die Religion ist leicht. Wer sie sich schwer macht, den überwältigt sie. Strebt nach dem Richtigen, bleibt maßvoll und freut euch auf die gute Botschaft“ (Abu Huraira, al-Bukhari). Such dir also zwei oder drei Punkte aus der Liste, halte sie zwei Wochen lang jeden Tag ein und füge dann einen weiteren hinzu. Verpasst du einen Tag, fang am nächsten wieder an – Allah sieht dein Bemühen.

Häufige Fragen

Muss ich all das jeden Tag tun?

Nein. Verpflichtend sind die fünf Gebete und die übrigen Pflichten des Islam, dazu das Meiden des Verbotenen; Morgen- und Abend-Adhkar, Koranlesung, Dhikr und vieles andere in diesem Kapitel sind empfohlene Sunnah. Fang mit wenigem an und bleibe dabei – die liebsten Taten bei Allah sind die beständigsten, auch wenn sie klein sind (al-Bukhari und Muslim).

Ich verschlafe oft den Fajr. Was kann ich tun?

Geh früher schlafen, erneuere vor dem Schlafen die Absicht aufzustehen und stell einen zweiten Wecker. Mach gleich nach dem Aufstehen das Wudu – es löst die „Knoten“ des Schlafs (al-Bukhari und Muslim). Wer ein Gebet verschläft, betet es, sobald er sich erinnert (al-Bukhari und Muslim). Bleib dran und verzweifle nicht.

Woran erkenne ich, ob ein Lebensmittel halal ist?

Grundsätzlich ist Essen erlaubt; verboten sind vor allem Schweinefleisch, Blut, Verendetes, nicht nach islamischer Art geschlachtetes Fleisch und Rauschmittel (Koran 2:173, 5:3, 5:90). Bei Fleisch und Zusatzstoffen hilft ein verlässliches Halal-Siegel. Wo die Gelehrten unterschiedlicher Ansicht sind, etwa bei Meerestieren oder der Betäubung, folge deiner Rechtsschule.

Darf ich ein Bankkonto, eine Kreditkarte oder eine Finanzierung nutzen?

Ein Konto zu haben ist kein Problem; gemieden werden soll Riba, also Zins auf Darlehen (Koran 2:275). Wo es geht, nutze islamische Angebote wie Murabaha oder Ijara und begleiche Kreditkarten rechtzeitig, damit keine Zinsen anfallen. Bei Einzelfragen, etwa zum Hauskauf, unterscheiden sich die Antworten der Gelehrten – frag einen qualifizierten Gelehrten.

Wie bekomme ich Gebet und Arbeit unter einen Hut?

Schau morgens in die Gebetszeiten deines Ortes und plane Termine darum herum. Frag freundlich nach einem ruhigen Platz und einer kurzen Pause – in den Emiraten gibt es fast überall Gebetsräume. „Allah erlegt keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag“ (Koran 2:286). Bei schwierigen Arbeitsbedingungen frag einen Gelehrten, wie du das Gebet richtig verrichtest.

Wie gehe ich als Muslim gut mit Social Media um?

Prüfe Nachrichten, bevor du sie teilst (Koran 49:6), spotte nicht und rede nicht schlecht über andere (Koran 49:11–12), und frag bei religiösen Fragen lieber einen Gelehrten als einem viralen Video zu glauben. Leg das Handy beim Gebet und beim Essen weg und teile lieber Gutes.

Quellen

  • Koran 2:83, 2:168, 2:173, 2:184, 2:195, 2:222, 2:255, 2:275, 2:278–279, 2:282, 2:285–286, 4:29, 4:36, 4:58, 4:86, 4:101, 4:103, 5:3, 5:5, 5:90, 5:96, 6:38, 7:31, 7:56, 11:114, 13:28, 17:23–24, 17:26–27, 17:35, 17:36, 24:30–31, 30:21, 43:13–14, 49:6, 49:11–12, 59:18, 62:9–10, 68:4, 73:4, 112–114
  • Sahih al-Bukhari 3559 – „Die Besten unter euch sind die mit dem besten Charakter“ (Abdullah ibn Amr)
  • Sahih al-Bukhari und Sahih Muslim – Absichten (Umar); die drei Knoten beim Aufstehen; Nachholen eines verschlafenen Gebets; Wudu und Gebet ohne abschweifende Gedanken (Uthman); Miswak; die Fitra; Ehrlichkeit im Handel (Hakim ibn Hizam); Gutes sagen oder schweigen; Haya' als Zweig des Glaubens und „bringt nichts als Gutes“; „Junge, nenne den Namen Allahs“ (Umar ibn Abi Salama); Mutter und Vater; der Hirte und seine Herde; Verwandtschaftsbande; Dschibril und der Nachbar; Ehre für den Gast; der durstige Hund; das Pflanzen eines Baumes; Wudu mit einem Mudd (Anas); der Fluss vor der Tür; die Sicherheit vor Zunge und Hand; Ghusl und frühes Kommen am Freitag; die Stunde am Freitag; die letzten zwei Verse von al-Baqara; Schlafgebet (al-Bara' ibn Azib); die letzten drei Suren vor dem Schlafen (Aischa); stockende Rezitation (Aischa); die beständigsten Taten (Aischa)
  • Sahih al-Bukhari – Du'a beim Aufwachen (Hudhaifa); Aischa über die Hilfe im Haushalt; „Die Besten unter euch sind die, die den Koran lernen und lehren“ (Uthman); von der eigenen Hände Arbeit leben (al-Miqdam); „Dein Körper hat ein Recht auf dich“; Gesundheit und freie Zeit (Ibn Abbas); Kranke besuchen; Salman über den Freitag; Ayat al-Kursi vor dem Schlafen (Abu Huraira); Sayyid al-Istighfar (Schaddad ibn Aus); „Die Religion ist leicht“ (Abu Huraira)
  • Sahih Muslim – Ayat al-Kursi als größter Vers (Ubayy ibn Ka'b); „Die Reinheit ist die Hälfte des Glaubens“; „Allah ist schön und liebt die Schönheit“; „Allah ist gut und nimmt nur Gutes an“; Fluch über Riba (Dschabir); Verbot des Gharar; Ihsan in allem (Schaddad ibn Aus); „Wer uns betrügt, gehört nicht zu uns“; „Verbreitet den Salam“; das freundliche Gesicht (Abu Dharr); der starke Gläubige; Hindernisse vom Weg entfernen; „Es genügt als Lüge …“ (Einleitung); Reisegebet (Ibn Umar); das Kürzen als Gabe Allahs; Lob nach dem Essen (Anas); die vier liebsten Worte (Samura); der Freitag als bester Tag
  • Sunan Abu Dawud, Dschami' at-Tirmidhi, Sunan Ibn Madscha, al-Baihaqi und al-Hakim – die drei Suren morgens und abends; Wettlauf mit Aischa; das Bittgebet des Reisenden; as-Sadschda und al-Mulk; das Maß beim Essen; der Beste zu seiner Familie; lassen, was einen nicht angeht; Lohn vor dem Trocknen des Schweißes; Itqan; Sure al-Kahf am Freitag; der Ausspruch Umars „Rechnet mit euch selbst ab“. Die Überlieferungen dieser Gruppe werden von Gelehrten unterschiedlich bewertet; im Text sind sie mit „es wird überliefert“ eingeleitet

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