Nun Sakina und Tanwin
- Nun Sakina ist ein Nun ohne Vokal: مِنْ، عَنْ، أَنْعَمْتَ.
- Tanwin ist der doppelte Vokal am Ende eines Nomens (ـٌ ـً ـٍ). Er wird wie ein Nun Sakina gesprochen: عَلِيمٌ = ʿalimun.
Weil beide gleich klingen, gelten für beide dieselben vier Regeln – je nachdem, welcher Buchstabe folgt: Izhar, Idgham, Iqlab und Ikhfa. Wir beginnen mit Izhar.
Was ist Izhar?
Izhar heißt „deutlich machen“. Das Nun wird klar an seiner eigenen Stelle gebildet, und man geht direkt zum nächsten Buchstaben über, ohne den Nasalklang zu verlängern.
Die Izhar-Buchstaben
Die sechs Rachenbuchstaben:
- ء ه ع ح غ خ
Izhar gibt es innerhalb eines Wortes (يَنْأَوْنَ، مِنْهُمْ) und zwischen zwei Wörtern (مَنْ آمَنَ، عَذَابٌ أَلِيمٌ).
Warum Izhar?
Die Rachenbuchstaben liegen weit entfernt von der Zungenspitze, an der das Nun entsteht. Wegen dieses Abstands gibt es keinen Grund, das Nun zu verschmelzen oder zu verbergen.
Wie klingt es?
Berühre mit der Zungenspitze den Gaumen hinter den oberen Zähnen, sprich ein kurzes, sauberes „n“ und gehe direkt zum Rachenbuchstaben über. Die natürliche Grund-Ghunna jedes Nun bleibt, wird aber nicht gedehnt.
Häufige Fehler
- Die Ghunna dehnen („minnnn h…“), als wäre es Ikhfa.
- Nach dem Nun absetzen oder einen Vokal einschieben: „mina-chauf“.
- Beim Tanwin das n ganz verschlucken: „ʿadhabu-alim“.
- Schwache Rachenbuchstaben nach dem Nun, besonders bei ع und ح.
Übungstipp
Lies langsam: مِنْ خَوْفٍ – عَذَابٌ أَلِيمٌ – مَنْ آمَنَ. Leg einen Finger an die Nase: Bei Izhar spürst du nur ein kurzes Vibrieren, kein langes Summen.